Die sechsstufige Realschule

Die sechsstufige Realschule ist eine weiterführende, allgemeinbildende Schule. Sie steht mit ihrem Bildungsangebot zwischen der Hauptschule und dem Gymnasium und umfasst die Jahrgangsstufen 5 mit 10. Sie vermittelt eine umfassende allgemeine und berufsvorbereitende Bildung und wendet sich dabei an geistig bewegliche und bildungswillige junge Menschen, die auch praktische Begabungen besitzen. Durch die verschiedenen Ausbildungsrichtungen (Wahlpflichtfächergruppen) kommt die Realschule den Neigungen des einzelnen Schülers entgegen und erleichtert die Wahl eines Berufes ohne eine vorzeitige Festlegung.

 

Schwerpunktklassen

Jahrgangsstufen 5 und 6

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 stehen unter dem Schwerpunkt ‘Miteinander arbeiten - selbstständig werden’. Sie sind bedeutsam für die Umstellung auf die Arbeitsweise an der Realschule und als Basis für die Arbeit in den höheren Klassen. Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen die allgemeinbildenden, für Buben und Mädchen gleichermaßen verbindlichen Pflichtfächer wie z. B. Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Biologie. Daneben wird dem musisch-praktischen Bereich großes Gewicht beigemessen in den Fächern Musik, Kunst, Werken.

Bereits für die fünfte Jahrgangsstufe besteht die Möglichkeit, einen seinen persönlichen Neigungen und Talenten entsprechende Schwerpunktklasse zu wählen, wodurch auch Schulidentität und Klassengemeinschaft in besonderer Weise gefördert werden sollen. Die Teilnahme ist freiwillig. Sie können also Ihr Kind für eine dieser Klassen anmelden oder aber darauf verzichten. Ihr Kind wird dann in eine normale Regelklasse eingeteilt wird.


So gibt es das Angebot einer Sportklasse, einer Forscherklasse, einer Kompetenzklasse und ab dem kommenden Schuljahr auch einer Bläserklasse (Musikklasse).

 

Wahlpflichtfächergruppen

Jahrgangsstufen 7 bis 10

Ab der Jahrgangsstufe 7 werden drei Wahlpflichtfächergruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten.


Gruppe I

Schwerpunkt im naturwissenschaftlich-technischen Bereich; verstärkter Unterricht in Mathematik, Physik, Chemie und Informationstechnologie mit Inhalten aus Informatik, Textverarbeitung und Techn. Zeichnen (CAD).

Gruppe II

Schwerpunkt im wirtschaftlichen Bereich; verstärkter Unterricht in Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen, Wirtschaft und Recht, Informationstechnologie mit Inhalten aus Informatik und Textverarbeitung

Gruppe III

Schwerpunkt im sprachlichen Bereich (zweite Fremdsprache Französisch) mit verstärktem wirtschaftswissenschaftlichen Unterricht sowie Informationstechnologie mit Inhalten aus Textverarbeitung und Informatik. Teilnahme am französischen Sprachdiplom DELF.

Gruppe IIIb

Schwerpunkt im gestaltenden Bereich mit Werken/Kunst sowie Informationstechnologie mit Inhalten aus Techn. Zeichnen (CAD), Informatik und Textverarbeitung.

Weitere Informationen zur Stundentafel entnehmen Sie bitte dem Infoblatt.

 

Abschluss

Der Realschulabschluss wird verliehen nach bestandener Abschlussprüfung am Ende der 10. Jahrgangsstufe. Die Abschlussprüfung wird für ganz Bayern einheitlich durchgeführt. Prüfungsfächer sind Deutsch, Englisch, Mathematik und das Profilfach aus der jeweiligen Wahlpflichtfächergruppe: Physik in WPG I, Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen in WPG II, Französisch in WPG IIIa, Werken in WPG IIIb. Mit dem Realschulabschluss erwirbt der Schüler einen fundierten mittleren Bildungsabschluss als solide Grundlage für eine weitere Schul- oder Berufslaufbahn.

 

Welche Möglichkeiten eröffnet die Realschule?

Die Realschule schafft fundierte Grundlagen für eine Ausbildung in Berufen mit erhöhter fachlicher, ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung in Industrie, Handwerk, Handel und Verwaltung sowie in sozialen und gestalterischen Bereichen. Sie eröffnet den Schülern die Möglichkeit, ihren Bildungsweg an der Fachoberschule, am Gymnasium, an Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachakademien und an der Berufsoberschulebis hin zum Fachhochschul- und Universitätsstudium fortzusetzen.

Aufnahme in die Realschule

Der Eintritt in die Realschule erfolgt in der Regel nach der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule in die Jahrgangsstufe 5 der Realschule. Für die Aufnahme nach der 4. Klasse der Grundschule gilt Folgendes:

  • Der Notendurchschnitt aus Deutsch, Mathematik sowie Heimat- u. Sachkundeunterricht (HSU) ist 2,66 oder besser: Aufnahme ohne Probeunterricht.
  • Der Notendurchschnitt ist schlechter als 2,66: Teilnahme am Probeunterricht. Bestehen des Probeunterrichts erforderlich.
  • Sonderfall: Bei Nichtbestehen des Probeunterrichts mit mindestens zweimal Note 4 besteht die Möglichkeit für den Übertritt aufgrund des Elternwillens.

Für die Aufnahme nach der 5. Klasse der Hauptschule gilt Folgendes:
Für einen Übertritt ist im Jahreszeugnis ein Durchschnitt von 2,5 aus Deutsch und Mathematik (=geeignet für den Besuch der Realschule) erforderlich. Bei schlechterem Durchschnitt (= geeignet für die Hauptschule) ist kein Übertritt an die Realschule möglich.


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Infomaterialien weiter oben.